Unsere Geschichte

Hedwig Thiede eröffnete Anfang Juli 1954 das „Skala Lux & Studio“, ein großes Kino mit 1.000 Plätzen, in der Herforderstraße gegenüber der Hauptpost. Nur ein Jahr später, Anfang Oktober 1955, eröffnete sie im selben Gebäude das „Studio“ mit 200 Plätzen.

Der Bielefelder Felsen wurde 1965 mit dem Einzug der Katalogkinos völlig neu gestaltet. Es war nun möglich, 70-mm-Filme auf einer Leinwand von 7 x 14 Metern zu zeigen. Für dieses Breitwandformat, das das Scala als erstes und einziges in Ostwestfalen eingeführt hat, musste die Größe des Kinos von 1.000 auf 786 Plätze reduziert werden.

Ab 1974 entstanden in Bielefeld die ersten Kinocenter. Das Unternehmen „Scala“ ging mit der Zeit und richtete 1979, pünktlich zu seinem 25-jährigen Bestehen, in seinem großen Zuschauerraum ein Programmkino ein. Mit den Kinos Lux 1 und Lux 2 sowie dem alten Scala-Saal mit 475 Plätzen hatte das 2001 geschlossene Kinocenter am Janplatz in den 1990er Jahren eine Kapazität von knapp 1.000 Zuschauern, verteilt auf fünf Kinosäle.

Das Schild am Kinogebäude stammt noch aus besseren Zeiten. Das Scala-Gebäude in der Herforderstraße steht seit Jahren leer. Neun Monate nachdem die Sparkasse Bielefeld das Gebäude ersteigert hatte, begann die Suche nach einem geeigneten Zukunftskonzept. Es gibt viele Interessenten für das alte Kinogebäude, sagte Christoph Kaleschke gegenüber Radio Bielefeld. Die Entscheidung, wer die Nachfolge antritt, muss jedoch sorgfältig geprüft und mit der Stadt abgestimmt werden. Es wurde noch kein Termin festgelegt, bis zu dem das Scala einen neuen Anstrich erhalten soll.

Im Jahr 2009 wurde das Auditorium von der Scala Varete genutzt, aber offenbar nicht mit nachhaltigem Erfolg.

Im Jahr 2001 wurden die letzten Filme in den ehemaligen Scala-, Lux- und Studio-Kinos gezeigt, und die Kinos mit ihrer Atmosphäre der 1950er Jahre wurden geschlossen.Danach fristete das Gebäude in der Herforderstraße 5-7 lange Jahre ein Schattendasein, bis der Bielefelder Autounternehmer Karl-Heinz Esdar es 2014 kaufte und mit Torsten Seidel einen erfahrenen Veranstalter fand.

Am 1. Dezember 2014 wurde das Scala Music Studio wiedereröffnet, und seitdem sind hier Konzerte und Partys, Musik von Hip-Hop über Pop bis Techno an der Tagesordnung. Im September 2015 wurde ein Konkursantrag gestellt, doch vorerst wird das Studio weiter genutzt.

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